Herbst 2013 - Die Nordwest-Schnuppertour


10 Wochen - vom 21. August bis 31. Oktober 2013

THE JOURNEY, NOT THE DESTINATION

Titel eines Zeitungsartikels unterwegs - regt zum Nachdenken an.

 

THE JOURNEY. Diese Reise. Diese Reisen. Diese Art zu reisen. Mit diesen Mitteln. In diesem Land. Mit dieser Überfülle an sehenswerten Schönheiten. Mit all diesen Möglichkeiten. Diese Reisen so sehr zu genießen... The Journey.

 

NOT THE DESTINATION? Ziele im Überfluss. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Diese letzte Tour war der Wahnsinn! Aber: das Ergreifendste, Berührendste sind nicht die Highlight-Destinations, die natürlich auf dem Programm stehen. Und natürlich mit der entsprechenden Erwartung. Crater Lake, Yellowstone. Klar. Man weiß schon vorher, dass das großartig ist. Das Gefühl hier ist eher: Wow! Ist tatsächlich Klasse! Erwartung erfüllt.

 

NOT THE DESTINATION! Sehr viel tiefer berühren viele eher kleine, manchmal ungeplante Dinge unterwegs, zufällig oder ohne große Erwartung angegangen:

 

 

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weite Berglandschaften im Lassen Nationalpark


 

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nur wenig abseits des Crater Lake die bizarren Pinnacles


 

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viele zauberhafte kleinere Vulkanseen Summit Lake, Mazanita Lake, Diamond Lake, Paulina Lake, East Lake


 

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Aussichtsfans auf Aussichtspunkte! Aber wo kamen wir denn da hin?

Kegelberg 1 = Pilot Butte State Park, Kegelberg 2 = Steptoe Butte State Park


 

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überwältigend leuchtende Painted Hills im John Day Fossil Beds National Monument


 

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mitsamt dieser unglaublich schönen Strecke zwischen der Painted Hills-, Clarno- und der Sheep Rock-Unit


 

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das Sawtooth-Gebiet, wo wir gar keine Vorstellung hatten, welch wunderschöne Berg- und Seenlandschaft uns dort erwartet


 

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die Scheune vom Titelbild unseres Dumont-Reiseführers, die ihren Platz so wunderbar vor der Silhouette des Gebirgszugs im Grand Teton Nationalpark einnimmt


 

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beeindruckende, sehr direkte Bärenbegegnungen auf dem Campingplatz im Glacier Nationalpark


 

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Big Sky, der Himmel, immer, immer wieder dieser Himmel über Montana


 

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diese unglaublich schöne Palouse-Region mit ihren "rollenden" Hügeln, die, gerade abgeerntet, mehr an die Dünenlandschaften der Sahara als an landwirtschaftliche Nutzflächen erinnern


 

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in ihrem Kessel in die Tiefe donnernde Palouse Falls, eine völlig unerwartete Entdeckung in abwechslungsreicher Felslandschaft


 

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Glaskunst in Tacoma, die uns als Nichtmuseumsgänger im Glasmuseum zu staunenden Gästen werden lässt - nicht nur über die Ausstellungsstücke und die Glasbrücke ...


 

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... sondern besonders über die Möglichkeit, die Künstler im Museum bei der Arbeit an den heißglühenden Öfen zu bewundern; nach diesem beeindruckenden Besuch ist die Glasausstellung in Seattle nun auch ein Muss


 

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wie wir bei Boing in Everett in der wohl größten Halle der Welt zuschauen können, wie die Flugzeuge zusammengeschraubt werden


 

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wie der Mount Hood nach einer Straßenbiegung ohne Vorwarnung so urplötzlich und beeindruckend mächtig vor uns steht wie der Delicate Arch nach der letzten Rechtskurve


 

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wie unsere Neugierde, was es wohl mit der Darlingtonia Wayside auf sich haben mag, mit diesem überraschenden Flecken insektenfressender Kobralilien belohnt wird


 

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diese unglaublich schöne, sonnige Oregonküste mit ihren bizarren Felsen - ein Küstenabschnitt, wie wir ihn noch nirgends auf der Welt gesehen haben


 

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wie unglaublich schnell die Zeit vergeht auf der Jagd nach Achaten an diesen schönen Oregonstränden


 

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wie sich der Verdacht verflüchtigt, das Foto mit dem Seestern im Prospekt bekäme man wohl nur an einer ganz geheimen unzugänglichen Stelle, wenn man dann doch recht schnell dabei ist, die 107. Seesternformation aufs Foto zu bannen


 

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wie der kleine Küstenort Newport uns mit seinen Boardwalks, Restaurants und seiner aktiven Fischerei in seinen Bann zieht


 

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welche Ehrfurcht und Ergriffenheit diese unbeschreiblichen Redwoods auslösen, wenn man so winzig klein von irgendwo unten nach oben schaut – ein bleibendes Erlebnis


 

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und Corner Stone in Sonoma als krasses Gegenteil – künstliche "Natur" in verblüffender Gartenarchitektur


 

 

 

 

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und – sicher auch dieser Art zu reisen geschuldet -

 

wie man nette Leute kennenlernt und sich ganz unzufällig am nächsten Campground wieder trifft


 

So viele Dinge, die tief berühren, jedoch nicht zwingend mit gängigen Highlightlisten zu tun haben - das waren unsere größten Highlights. Die unerwartete Überraschung, die Verblüffung durch die kleinen Dinge.

 

Wie gesagt:

   

 

 

 

 

Erläuterung zur Kartendarstellung

 

Die Karte oben zeigt die Gesamtstrecke, die wir auf dieser Reise gefahren sind. Die einzelnen Tagesetappen sind farbig unterschieden. Die Genauigkeit musste etwas reduziert werden. Ein Klick oben auf "Route in eigenem Fenster anzeigen" macht ein größeres Ansichtsfenster auf, wo genauere Angaben zu den einzelnen Tagesetappen in einem Dropdown-Feld erscheinen. Der kleine schräge Pfeil bei jedem Listenpunkt zoomt auf die Tagesetappe.

 

Pro durchfahrenem Bundesstaat gibt es auf den zugehörigen Übersichtsseiten die etwas genauere Anzeige der acht Reiseabschnitte wieder mit farbiger Unterscheidung der einzelnen Tage.

 

Die detailgetreueste Darstellung der Strecke ist beim jeweiligen Tag im Reisetagebuch aufzurufen. Dort ist eine genauere Mitschrift unseres Navis eingestellt.  Die Farben, die dort beim einzelnen Tag verwendet werden, zeigen, wie wir die Fahrstrecke unter uns aufgeteilt haben: 

 

blau: Hans fährt               rot: Gerlinde fährt           grün: keiner fährt, wir laufen!