Frühling 2015

Doppelwinterspecial mit Start und Ziel in Las Vegas

9. März bis 8. Mai 2015

Ruckzuck und vorerst super kurz

die "Oh"s und "Ah"s und "Wow"s des Doppelwinterspecial

Unsere Ziele im Südwesten sind diesmal überwiegend die eher weniger bekannten. Dazu einige, für die wir bisher nicht genügend Zeit hatten oder die wir einfach noch einmal sehen wollen. Hier nun fürs erste mal eine Zusammenstellung unserer Highlights.

Sightseeing von oben - der Flug von Vancouver nach Las Vegas

Der Flug von Vancouver nach Las Vegas ist ein echter Aufreger. Wir fliegen nacheinander an den Vulkanen des Kaskadengebirges vorbei, Mount Baker, Rainier, Saint Helens, Adams, Hood, Jefferson, die Sisters, einer schöner als der andere. Sightseeing aus der Luft. Vom Feinsten.

Mount Adams
Mount Adams

Sedona, Arizona

Nach dem engen und aussichtslosen Boynton Canyon Trail gefällt uns die Wanderung rund um den Flughafen, der Airport Loop, viel besser. Toller Blick auf rote Felsen in alle Richtungen. Acht Kilometer, dreieinhalb Stunden.

Frank Lloyd Wrights Taliesin West, Arizona

Das Atelier und auch das Wohnhaus von Frank Lloyd Wright in Scottsdale bei Phoenix. Eine Oase in der Wüste. Ein Traum von Architektur und eine hervorragende Führung.

Boyce Thompson Arboretum State Park, Arizona

Die Wüste blüht! In allen Farben und Formen. Ein lohnender Spaziergang durch das weitläufige Parkgelände.

Catalina State Park, Arizona

Im Sabino Canyon kann man sich mit dem Bähnchen nach oben fahren lassen und bergab dann mal so richtig Gas geben. Im Catalina State Park sind wir fasziniert von der Kombi aus Romero Canyon Trail bis zu den Montrose Pools, dann den Canyon Loop Trail zum Sutherland Trail und zurück zum Trailhead Parking. Eine wunderschöne und abwechslungsreiche Runde.

Österreichisches Gulasch im tiefsten Arizona

Was für eine Überraschung: Werner hat für unser Treffen einen riesigen Topf wunderbarstes österreichisches Gulasch vorbereitet. Dazu die herrlichen Stories am wie immer perfekten Lagerfeuer. Diese Treffen mit Edith und Werner, unseren österreichischen Freunden, gehören zu den persönlichen Highlights. Egal wo. Dieses war im Roper Lake State Park in Arizona. 

Salt River Canyon Scenic Drive

134 sehr schöne Kilometer von Globe nach Show Low auf der US-60. Spektakulär ist die Durchquerung des Salt River Canyons etwa auf halbem Weg.

El Morro National Monument, New Mexico

Der Mesa Top Trail, eine Kurzwanderung auf und über das Plateau des frei in der Landschaft stehenden Felsens. Bei Starkwind oben über die Felsen zu klettern war ziemlich beeindruckend.  Da ist doch tatsächlich die Wegführung vom CCC-Corps durchgängig in die Felsen eingraviert. Ein geritztes Band, das sich oben über den gesamten Felsen zieht.

El Malpais National Monument, New Mexico

Noch eine tolle Wanderung, der Narrows Rim Trail mit fantastischer Fernsicht und Blick auf die Lavafelder, immer an der Abbruchkante der Felsen entlang - bis man von oben den Blick auf den Arch hat. Dazu ein wunderbarer kleiner Campground innerhalb des Monuments.

Kasha-Katuwe Tent Rocks National Monument, New Mexico

Faszinierende Felsformationen, erschlossen durch die Kombi aus Cave Loop- und Slot Canyon Trail. Herrliche Kraxelei zwischendurch. Und am Ende viel Weit- und Überblick.

Los Alamos, New Mexico

Ein Ausflug zu den letzten Häusern der Bathtub Row in Los Alamos wird zu etwas ganz Besonderem, wenn man sich zuvor mit "Was wir nicht wussten" von Tarashea Nesbit in die Situation der Ehefrauen im Manhattan Projekt einliest: Wie sah ihr Alltag aus, während ihre Männer die Atombombe bauten? Ein kleines Museum mit vielen Fotos und Dokumenten ist auch da.

Ojo Caliente Mineral Springs Resort and Spa, New Mexico

Wie vor drei Jahren unterbrechen wir hier das bescheidene Camperleben für zwei Tage Luxus: Baden in warmen Pools, Massage, hervorragendes Essen im Restaurant mit tollem Riesling aus der Gegend. Und das schönste: man braucht kein teures Hotelzimmer. Ein uriger Campground ist angegliedert.

Heron Lake State Park, New Mexico

Einsamkeit und Weitblick pur auf einem der schönsten Campingplätze der Reise. Oberhalb des Sees mit herrlichem Blick auf die Berge.

Bisti Badlands, New Mexico

Ein ganz besonderes Erlebnis. Keine angelegten Wanderwege, man läuft einfach los, stundenlang durch sensationelle Felsformationen. Übernachtung problem- und kostenlos auf dem großen Parkplatz am Trailhead. Einsamkeit pur.

Aztec Ruins National Monument, New Mexico

Eindrucksvolle Ruinen eines Pueblos aus dem zwölften Jahrhundert im Stil der Chaco Pueblos, die wir uns vor drei Jahren angeschaut haben.

Mesa Verde National Park, Colorado

Nicht nur die Siedlungen der Anasazi lohnen den Besuch, auch die großartige Landschaft begeistert uns. Tiefe Schluchten, Felsen, und im Hintergrund die schneebedeckten Berge der Rocky Mountains.

Dead Horse Point State Park, Utah

Einmal im Uhrzeigersinn rund herum. Die Wanderung am Rand des Hochplateaus bietet schönste Aussichten auf die schroffe Landschaft der Canyonlands.

Delicate Arch, Arches National Park, Utah

Vom Campground am Coloradoufer brechen wir schon in der Morgendämmerung auf, um dem Massenandrang zu entgehen. Um sieben sind wir am keineswegs noch leeren Parkplatz. Beim Aufstieg blendet die in diesem Moment aufgehende Sonne, dass man kaum etwas sieht. Oben Faszination. Wie beim letzten Mal.

Fisher Towers, Utah

Wanderung unter schwierigen Bedingungen. Parkplätze sind knapp, und unser Riesenschiff passt gerade so hin. Heftiger Wind und aufziehendes Unwetter lassen uns am oberen Viewpoint umkehren. Trotzdem ein großartiges Erlebnis.

Capital Reef National Park, Utah

Direkt vom Fruita Campground laufen wir den Cohab Canyon Trail und den Rim Overlook Trail hin und zurück. Fantastische Weitsicht auf die Felsen von Capitol Reef und die Henry Mountains im Hintergrund. Sechseinhalb anstrengende aber sehr lohnende Stunden sind wir unterwegs.

Kodachrome Basin State Park, Utah

Tolle Wanderungen, wir machen das volle Programm. Grand Parade, Angel's Palace, am zweiten Tag den Panorama Point Trail.

Cathedral Gorge State Park, Nevada

Noch einmal tolle Schlammformationen. Manche erinnern tatsächlich an Kathedralen, andere an indische Tempel.

Kershaw-Ryan State Park, Nevada

Der Park - eine echte Überraschung. Ein frisch im Canyon angelegter Campingplatz. Kahle Felsen mit sattem Grün wie in einer Oase. Schöner kleiner Trail zu Viewpoints (mit Bank!) auf den Berg.

Pahranagat National Wildlife Refuge, Nevada

Noch eine Überraschung. Am Seeufer kostenlos einzelne Stellplätze in großem Abstand voneinander, einer schöner als der andere. Zweimal zieht es uns per pedes um den See.

mal wieder alle zusammen unterwegs

Die letzte Woche sind wir zu viert, ein runder Geburtstag steht an. Für eine kleine gemeinsame Runde bis zum Zion holen wir unsere beiden erwachsenen Söhne in Las Vegas ab. DAS Familien-Highlight.


Snow Canyon State Park, Nevada

Im Snow Canyon reihen sich die Trails nahtlos aneinander. Fünf Stunden sind wir zu Fuß unterwegs, während die Straße im Park bei brütender Hitze für die Radfahrer eines Triathlons gesperrt ist.

Texas de Brazil, Las Vegas, Nevada

Abschiedsessen am letzten Abend. Churrasco im brasilianischen Stil. Die Kellner kommen mit Fleischspießen an den Tisch, und jeder sucht sich aus, was er gerne mag. Einfach toll! Gemeinsame Erinnerungen an unsere zwei Jahre in Brasilien. Saudade!

Ein wenig Statistik

Hinflug Frankfurt - Vancouver - Las Vegas mit Lufthansa und Air Canada  "last second" 16 Stunden vor Abflug gebucht über Meilen. Wir waren am Vortag am Gate vom Direktflug nach LAS wegen Überbuchung abgeladen worden. Rückflug Las Vegas - Frankfurt dann zu viert mit Condor.

Wohnmobil von Road Bear, zwei Winterspecials von 20 und 40 Tagen aneinander gehängt, gebucht bei Camperbörse 27-30 Fuß. Leider hatten wir vergessen zu sagen, dass wir diesmal die 27 Fuß-Variante kennenlernen möchten.

Gefahren 6075 km mit dem Wohnmobil, 120 km mit dem Mietwagen in Las Vegas. Benzinverbrauch des Wohnmobils 26,3 Liter pro hundert Kilometer.

Wir waren viel zu Fuß unterwegs, insgesamt 340 Kilometer.

Wetter

Mit dem Wetter waren wir zufrieden. Oft zwar etwas trüber als sonst, aber meist sehr angenehmes Wanderwetter. Abends gelegentlich etwas zu frisch zum draußen Sitzen. Unerfreulich war ein Tag mit Dauerregen und angekündigtem Schnee in den Bergen. Das hat die geplante Wanderung am Red Canyon verhindert und uns auf den KOA nach Cedar City zum Wäschewaschen getrieben. Zwei weitere Tage gab es mit etwas Regen und einen Tag mit Dauerschneefall im Goblin Valley. Schnee, der uns leider die Wanderung durch den Little Wild Horse Canyon verhagelt hat. 

Ansonsten viel Sonne, nachmittags oft Temperaturen um 25 Grad, morgens meist unter zehn Grad und nachts oft nahe null. Außer in Las Vegas, dort war es unangenehm heiß, am Tag und in der Nacht.

und?

Es war schön, nach einiger Abstinenz den Südwesten wieder zu durchqueren. Weniger schön die Campingplatzsituation. Campground full - am Anfang ständig wegen Spring Break. So haben wir doch noch von unterwegs aus vorgebucht. Später um Moab waren wir glücklich über die nicht vorzubuchenden Plätze, aber da war früh aufstehen angesagt. Oder, wie uns ein Host geraten hat, den eigenen Zettel am Vorabend unter den des am nächsten Tag abreisenden stecken. Schade, dass inzwischen auch in der Nebensaison in dieser Ecke solche Tricks nötig sind. Und Schade, dass auch die anderen bekannten Parks schon um neun am Morgen voll waren. Aber es gab ja glücklicherweise auch die kleineren ganz schönen Orte. Ohne diesen Stress.

hier die einzelnen Fahrstrecken