USA - diagonal    -    von Seattle nach Key West

01 WASHINGTON und IDAHO

  Herbst/Winter 2015

   02. bis 09. 09. 2015


Die Streckenfarbe markiert jeweils die Tagesetappe.

Vergrößert öffnet man die Karte mit Klick auf das durchbrochene Rechteck rechts oben.

1. WASHINGTON - IDAHO  

8 Tage 

1434 km 

179 km/Tag 

 1 Mi 02.09. Condor FRA-SEA    
    Mietwagen/Telefonkarte/Ersteinkauf    
    Hotel Quality Inn Grand Suites, Bellingham  PKW 175 km 
 2 Do 03.09. EL Monte Ferndale  PKW 37 km 
    Larrabee SP  RV 34 km 
3 Fr 04.09.

Chuckanut Drive

    
   

Wallace Falls SP 

   
   

     Lower Falls Trail

   
   

Leavenworth

   
   

     Essen King Ludwig's Restaurant

  298 km 
4 Sa 05.09. Pause im Park    0 km 
    Lincoln Rock SP    
5 So 06.09. Sun Lakes Dry Falls SP    137 km 
         Dry Falls Lake Trail und Deep Lake Trail
   
6 Mo 07.09. Steamboat Rock SP    47 km 
    *Trail Steamboat Rock    
7 Di 08.09. Grand Coulee Dam    
    *Palouse Scenic Byway    
    IDAHO    
    Old Spiral Highway    
    Hells Gate SP    349 km 
         Charlie's Peak Loop    
8

Mi 09.09.

*Northwest Passage Scenic Byway (Clearwater)    
   

     Clearwater River Tal

   
         Middle Fork Clearwater River    
         Lochsa River Tal = Wild & Scenic River Corridor    
         Wilderness Gateway u. a. NF-Campgrounds    
    Lolo, Chief Looking Glass Fishing Access Site  

 365 km 

WASHINGTON

Start - Flug, Mietwagen, Telefonkarte, Ersteinkauf

Diesmal nimmt Condor uns mit, alles klappt prima. Kurz vor der Landung werden wir noch an unsere erste Begegnung mit dem Government Shut Down im Herbst 2013 erinnert. Campen im Dungeness County Park durften wir, aber die vom Government Shut Down betroffene Landzunge durfte nicht betreten werden.

Die Einreise dauert so lange, wie lange nicht mehr. Schlangen an den Schaltern. Mit Esta wäre es elektronisch deutlich schneller gegangen. Dafür bekommen wir unseren Stempel für einen Aufenthalt für ein halbes Jahr - Dank Einreise mit B2-Visum. Der Chevrolet Impala von Hertz bringt uns schnell zum ersten AT&T-Shop in der Southcenter Mall, wo eine neue Daten- und Telefonkarte ins Handy eingelegt und gleich aktiviert wird. 5 GB Daten plus Telefon für einen Monat für 60 $ plus 5 Dollar für 240 Minuten Gespräch nach Hause.

Vorbei an Seattle zum Walmart in Mt. Vernon. Dort haben wir von daheim aus vorbestellt: Handtücher, Bettdecken, Grill, Geschirrpaket, Toaster usw. Wir nutzen gleich die Gelegenheit und kaufen noch mehr Ausstattung für den RV. Nach insgesamt 175 km ist der Tag für uns in einem sehr ordentlichen, großen Zimmer im Quality Inn in Bellingham nach 24 Stunden um halb neun zu Ende.

 


El Monte in Ferndale

Online-check-in schon von zu Hause, ohne Abholuhrzeit. Telefonisch am Anflugnachmittag kein Durchkommen zur Station, also Fahrt hin um 8 Uhr. Dort ist noch alles zu, die Zentrale weiß am Telefon, dass um 9:00 Uhr geöffnet wird.

 

Die Zeit wird mit Inspektion der RV-Parkmöglichkeiten am nahe gelegenen Flughafen Bellingham zur Rückgabe des PKW und zum Tanken genutzt.

 

Punkt neun sind wir zurück, das Hoftor ist geöffnet, der Schalter besetzt und keiner fragt, ob wir einen Abholtermin haben. Der Übergabeablauf ist schleppend. Wie mag das sein, wenn die Bude voll ist? Unser Wagen wird vorgefahren. Eine ziemliche Enttäuschung. Der Tacho zeigt ganz knapp unter 60000 Meilen, der Zustand ist entsprechend. So hatten wir uns ein Premium-Modell für teures zusätzliches Geld nicht vorgestellt. Auf Nachfrage heißt es, der Wagen sei Premium: nicht älter als zwei Jahre, zugelassen 2013. Fertig.


Der Starkregen kommt uns für die Gegend irgendwie bekannt vor. Wir nutzen die Regenzeit, die Schränke auszuwischen und sämtliche Koffer schon hier auszupacken. Das gibt vor dem Großeinkauf Gewissheit über den verfügbaren Stauraum. Und an den müssen wir uns nach den letzten beiden Fahrten mit einem Riesenschiff erst wieder gewöhnen.

 

Dann die Rückgabe des Mietwagens am Flughafen Bellingham. Die Miet-PKW-Lösung war wieder billiger, als jedes Taxi gewesen wäre. Transfer wird von El Monte Ferndale nur von und nach Vancouver Airport angeboten.

 

Im Nachhinein:

ein PKW-Miettag hätte ausgereicht! Da aber vorab nicht zu klären war, um wieviel Uhr wir den RV übernehmen können, fühlten wir uns mit der Buchung von 2 Tagen (der 2. Tag bricht an, wenn man 24h überschreitet) auf der sicheren Seite.

 

neue Ideen für den Einkauf

Die für die Ausstattung bestellten Sachen hatten wir ja gestern schon mit dem PKW abgeholt, heute geht es nur noch um die Lebensmittel. Bei Albertson’s in Bellingham finden wir so gut wie alles, was dort nicht ist, hat Safeway. Auch das schnelle heiße Abendessen von der Theke. Eingeräumt sind die Lebensmittel schnell. Auch mit weniger Stauraum hat inzwischen alles seinen festen Platz.

 

Gespannt sind wir, wie sich die neuen Errungenschaften bewähren. Als da sind:

Gasgrill

Sandwichmaker zum gleichen Preis wie der Billigtoaster - 9 Dollar

Staubsauger für 17 Dollar

Und der Sodamaker – hoffentlich klappt es mit dem Auffüllen der Kartuschen.

 

Im Nachhinein:

Der Gasgrill war sehr viel bequemer als mit Kohle zu hantieren, irgendwann gab es dann auch mal "ordentlich" gegrilltes Fleisch - wenn es nicht zu windig war...

Der Sandwichmaker war sehr häufig im Betrieb und eine wirklich tolle Alternative für unsere Art von Brunch-Frühstück. Das Brot ist damit so schnell gebacken, dass ein paar Minuten Generator auf dem ein oder anderen (Park-)Platz uns oder andere nicht umgebracht haben.

Staubsauger: "Mal schnell durchsaugen" geht beiläufiger als alle Ecken ausfegen, aber nur, wenn der Sauger nicht im "Keller" transportiert wird, was wir bald auch gemerkt haben. Zwischen Bank und Fahrersitz eingeklemmt ist er greifbar und tut zwischendurch gute Dienste.

Sodamaker: Hier haben wir zuerst, um Leergut zu haben, ein paar Sodaflaschen gekauft und immer gleich ca. 8 Liter Sprudel auf Vorrat gemacht. Die Kartuschen gab es zwar überall (siehe deren Homepage) aber der Preis für eine Kartusche war teilweise horrend. Auch wenn es uns das lästige Suchen nach Sprudelwasser erspart hat - das würden wir nicht wiederholen.

 

Larrabee State Park, WA

Der Campground im Larrabee State Park ist - speziell bei dem trüben Wetter - so düster wie vorausgesehen. Aber wir wollten ein nahes Tagesziel und einen ruhigen Start. Für eine Nacht also ok. Der Spaziergang ans Wasser ist natürlich zwingend.

 

Die Hand in den Pazifik zum Start. Baden dann hoffentlich im Golf von Mexiko im Dezember.

 

„A working train track runs through the park…“ wahrscheinlich waren wir zu müde, den Zuglärm wahrzunehmen.


Chuckanut Drive Scenic Byway

Auf eng gewundener Straße mit einigen Viewpoints und tollen Lichterspielen im Morgennebel an der Küste entlang. Infos zum Chuckanut Drive Scenic Byway auf der Washington State Department of Transportation - Seite.

Waldbrände verursachen die Sperrung des HWY 20, North Cascades Highway,

Newhalem CG geschlossen

Durch unsere Zwangsumplanung müssen wir erst mal deutlich weiter nach Süden als vorgesehen. Die 20 in den North Cascades National Park wäre in etwa auf unserer Höhe nach Osten abgegangen. Da wir wussten, dass der gebuchte Campground in Newhalem wegen Feuer geschlossen ist, haben wir ihn nicht selbst gecancelt. Tatsächlich trifft auch schon eine Mail mit Ankündigung der Rückerstattung der Bezahlung ein. Wir umfahren die Feuer südlich und es geht noch einmal an Everett vorbei, wo wir bei unserer Nordwest-Tour 2013 diese tolle Führung bei Boeing mitgemacht hatten.

 

Regen, schwarze Wolken, ein paar Sonnenstrahlen.

 

Das aktuelle Wetter gefällt den Brandbekämpfern sicher sehr. Uns weniger. Sehr trüb. Licht- und Wolkenspiele allerdings ein Genuss!

 

Trotz Regen wollen wir uns die Füße vertreten und steuern bei Goldbar den Wallace Falls State Park an.

 

 


Wallace Falls State Park

Bei Hochnebel durch den Wald. Kein View nach Olympic. Eigentlich nicht unser Ding. Aber der Spaziergang durch die frische Luft im Wallace Falls State Park tut gut. Es regnet erst wieder bei der Weiterfahrt.


Lower Falls Trail

Wallace Falls State Park

Wanderung zu den Lower Falls

04.09.15    -    250 Höhenmeter

Länge 7,7 km    -    Dauer 2:38 h

Beginn 09:43    -    Ende 12:21


Leavenworth


Leavenworth. Ok. Wir kommen ja grade von aus Deutschland. Aber wer weiß, wann wir wieder mal heimatliches Essen bekommen. King Ludwig's Restaurant serviert uns richtig guten Sauerbraten mit Spätzle und Rotkraut.

 

Bei der Weiterfahrt wird das Wetter immer besser.

 

Lincoln Rock State Park

Es wird tatsächlich noch Wetter zum draußen Sitzen. Der State Park ist gepflegt und Campground und Site sind auch ok. Flussblick haben hier nur wenige Sites. Wir haben eine riesige Wiese im Rücken und damit viel Licht und Freiraum. Für eine Kurzfrist-Feuer-Umbuchung für das Labordaywochenende jedenfall besser als erhofft.

Hier kann man gerne noch einen Tag bleiben. Besonders bei dem strahlenden Sonnenschein am nächsten Morgen. Die Frühstückstechnik wird in Betrieb genommen und bewährt sich. Der Sandwichmaker für 9 Dollar war eine echt gute Idee. Am Abend muss auch der Gasgrill ran. Gewöhnungsbedürftig, Erfahrung fehlt, knusprig gegrillt geht anders. Aber auf jeden Fall ist die Gasflasche schon mal deutlich einfacher zu handhaben als der Kohlesack.


Auf dem Foto oben ist ziemlich gut zu erkennen, was für einen versifften Tisch wir im Auto vorfanden. Völlig verkratzt und jeder Kratzer völlig verdreckt. Appetitlich sauber haben wir den nicht bekommen.

 

Beim Spaziergang durch den Park entdeckt man am Felsprofil am gegenüber liegenden Flussufer, woher der Name kommt. Und wie schön der Park am Columbia River liegt. Mit Badestrand und verteilten kleinen Bootsanlegestellen für die Gäste. Fragen kostet ja nichts: Nicht belegte Sites mit Flussblick sind leider definitiv für heute schon vergeben.


Wunderbare Wolkenschauspiele und Obst in Wenatchee

Wieder Regen. Der Ausgleich: tolle Bilder von tief in den Tälern hängenden weißen Wolken. Obstbäume soweit das Auge reicht. Obststände am Straßenrand. Die letzten Pfirsiche, die ersten Birnen, aber vor allem Äpfel ohne Ende. Sehr lecker.


Und dann - wie herrlich. Ein paar Sonnenstrahlen auf der Hochebene. Gelbe Felder. Schöner Vorgeschmack auf die Palouse Hills.


Die Landschaft ändert sich.

Sun Lakes Dry Falls State Park

Die Tagesfahrstrecke ist extrem kurz. Der Sun Lakes Dry Falls State Park hatte auch auf dem „ohne Feuer“-Programm gestanden, jedoch nicht als Übernachtungsort. Wäre schade gewesen, denn nur vom Aussichtspunkt am Dry Falls Interpretive Center runterschauen ist halt weniger, als unten herum zu stiefeln. Zumal der Deep Lake hier auch ein wunderbares Spazierziel ist.

Visitorcenter - der Blick von oben

Zuerst die Aussicht und der Film im Visitor Center. Sehr beeindruckend, welche Wassermassen hier einmal herunter gekommen sein müssen. Die heutigen Niagara Fälle sind mit weniger als der halben Höhe und nicht mal einem Drittel der Weite anscheinend ein Rinnsaal gegenüber der hiesigen Vergangenheit.

Zu Fuß zum Dry Falls Lake

Zur Wanderung im Kessel der Wasserfälle zum Dry Falls Lake und zum Deep Lake müssen wir zu den Trailheads sowieso mit dem Auto nochmal los. Lohnt sich sehr! Wenn auch der angestrebte Loop bei den Dry Falls zum One Way hin und zurück wurde. Völlig unklar, wie wir den Felshügel über dieses Geröllfeld am Ende hätten übersteigen müssen, um zu loopen.

Spaziergang am Deep Lake

Wasserspringer, Schwimmer und stillromantische Bilder.

Sun Lakes - Dry Falls Falls State Park

Wanderung zum Dry Falls Lake

Aufzeichnung Wandernavi (grün)

06.09.15

Länge 4,3 km

Dauer 1:17 h

Beginn 14:52

Ende 16:09

75 Höhenmeter

Spaziergang am Deep Lake

Aufzeichnung Wandernavi (violett)

06.09.15

Länge 1,2 km

Dauer 0:31 h

Beginn 16:24

Ende 16:55

15 Höhenmeter


Der Campground. Naja. Nahe am Park Lake, aber die Sites sind nicht wirklich beglückend. Erinnern teilweise an einen Schotterparkplatz.

Wunderbares Abendlicht an der Site, aber sobald die Sonne weg ist, wird es empfindlich kalt.

 

 

Man kann nicht wirklich von einer Tagesetappe sprechen. Gerade mal 47 km sind es zum nächsten State Park, den ich wegen der Besteigung des Felsens ausgesucht hatte.

Steamboat Rock State Park

Der Steamboat Rock State Park. Weithin sichtbar. Die Basaltformation erhebt sich ca. 800 Fuß über den Banks Lake. Früher einmal als Insel im Columbia River Bett.

 

Besteigung des Steamboat Rock - eines unserer Highlights

Eine Wanderung mit fantastischen Ausblicken.

Bis zum Fuß des Felsens ist es erst asphaltiert, dann etwas sandig, dann wird es mühsam. Lavageröll - erst mit, dann völlig ohne Weg. Glücklicherweise nur für eine relativ kurze Strecke. Balance und ein wenig Klettern sind gefragt. Wie soll man hier nur wieder runterkommen? Wanderstöcke helfen sehr.


Hier muss man sich den Weg selbst suchen
Hier muss man sich den Weg selbst suchen

Oben auf dem Hochplateau verschiedene Rundwege-Möglichkeiten.

Die Aussicht entschädigt für alle Aufstiegsmühen.

Steamboat Rock State Park

Wanderung auf den Steamboat Rock

Aufzeichnung Wandernavi

07.09.15

Länge 7,0 km

Dauer 3:06 h

Beginn 12:46

Ende 15:52

270 Höhenmeter


Und der Abstieg über die Geröllzone klappt deutlich besser als gedacht.

 

Im Nachhinein:

Diese Wanderung hätten wir gleich morgens, direkt nach der Ankunft hier starten sollen! Dann hätten wir uns oben sehr viel mehr Zeit lassen und eine deutlich größere Runde laufen können! Die Sicht vom Hochplateau ist einfach umwerfend!

 

Der Campground

Die Site wunderschön - direkt am Wasser. Auf den Sitefotos bei Buchung ist zu erkennen, wo Buschwerk die Sicht versperrt!


Fällt fast schwer, hier so schnell wieder abzureisen. Aber wegen des Plans, am Buffalo-Roundup im Custer SP teilzunehmen, ist die Zeit-Flexibilität bis dahin etwas eingeschränkt.

 

Grand Coulee Dam

Nur der Vollständigkeit halber: Stipvisite zum Damm und zugehörigem Visitor Center.

 

Richtung Palouse und zum Palouse Scenic Byway

Statt nach Süden über Odessa fahren wir über die 2 östlich und testen dann die Nebenstraßen nach Harrington und Sprague. Die sanften Hügel der Palouse-Region hatten es uns bei der NW-Rundreise angetan. Der Byway ist keine Strecke von A nach B sondern eine Zusammenstellung der Wege durch diese rollenden Hügel. Und wer noch nicht hier war, sollte sich unbedingt diesen fantastischen Blick von oben vom Steptoe Butte State Park (auf eigene Verantwortung!!!) gönnen und möglichst auch den Palouse Falls State Park nicht auslassen! Beides beschrieben auf unserer Seite von 2013.

Erster Staatswechsel nahe Moscow. Es werden noch viele folgen. Aber jetzt kommt erst mal die wieder viel zu kurze Fahrt durch

IDAHO

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IDAHO

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Teil  2 MONTANA