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Fazit

Goldener Oktober - von Las Vegas nach Nashville und Florida

Die Route von Las Vegas nach Nashville

Die Dauer der Reise war als sehr preisgünstige Überführungsfahrt mit drei Wochen vorgegeben, ebenfalls natürlich Start- und Zielort, nachdem wir uns auf Las Vegas und Nashville festgelegt hatten. Auf der Interstate 40 wären das 2900 Kilometer gewesen, also 140 Kilometer pro Tag. Auch der Termin Mitte Oktober war vorgegeben.

Soweit die Rahmenbedingungen. Bei der Vorbereitung suchten wir schöne Strecken, vor allem auf Internetseiten über Scenic Byways. Unsere letzte Planung vor Abreise belief sich auf 4430 Kilometer, also 210 Tageskilometer.

Tatsächlich gefahren sind wir 4957 Kilometer, 236 pro Tag. Wir empfanden das nicht als Hetze. Es blieb immer genug Zeit, um an schönen Orten Pausen zu machen, auf Campingplätzen herumzubummeln oder uns Städte anzuschauen. Immerhin hatten wir sogar vier Doppelübernachtungen. Aber wenn wir mal sehr früh gestartet sind, was nicht wirklich häufig vorkam, fährt man in Richtung Osten brutal gegen die noch tiefstehende Sonne!

Die Auswahl überwiegend kleinerer Straßen erwies sich als goldrichtig für uns. Wenn wir  kurzzeitig auf Interstates ausweichen mussten, waren wir schnell von Lastwagen umgeben. So macht uns das Reisen im Wohnmobil keinen Spaß. Ganz anders das geruhsame Vorwärtskommen auf den Nebenstraßen. Da meist wenig Verkehr war, kamen wir sogar recht zügig vorwärts.

Nachdem wir den klassischen Südwesten verlassen hatten, kamen wir in Neuland. Wir waren überrascht von der Schönheit der Landschaften in Texas, Oklahoma, Arkansas und Tennessee. Es müssen nicht immer die roten Steine sein. Schön war auch unsere erste Begegnung mit der Südstaatenarchitektur in Hot Springs und Little Rock.

Der Aufenthalt in Florida

Ein Kontrast, wie er größer nicht sein könnte. Vom Wohnmobil in dieses großzügige Ferienhaus mit großer Terrasse, Pool, Garten und Kanal vor der Haustür. Florida kannten wir noch nicht, mit Ausnahme von zwei Dienstreisen von Hans nach Miami. Es hat uns gefallen, wir werden sicher wiederkommen.

Die Kombination von Wohnmobilreise mit ziemlich vollem Programm gefolgt von den beiden nahezu programmmfreien Wochden im Ferienhaus haben wir sehr genossen. Dumm nur, dass wir aus dem sonnigen Florida in den Novembernebel von Frankfurt bzw. Paris zurück mussten.

Reisezeit und Wetter

Das Wetter machte uns vor der Reise Sorgen. Wir hofften auf Sonne in Arizona, New Mexico und später in Florida, aber was wir dazwischen vorfinden würden, konnten wir uns nicht so recht vorstellen.

Sollten wir möglichst lange im Südwesten bleiben, um das Risiko schlechten Wetters weiter im Osten kleinzuhalten? Dann hätten wir im zweiten Teil der Reise große Strecken fahren müssen. Das passte nicht zur Idee der gemütlichen Fahrweise auf Nebenstraßen.

Letzlich fanden wir dann so schönes Wetter vor, dass wir einfach gehofft haben, es ginge immer so weiter. Von wenigen Ausnahmen abgesehen ging es tatsächlich so weiter. Wahrscheinlich hatten wir einfach unverschämtes Glück.

Die Tage waren kurz und wurden immer kürzer. So bestimmte die Sonne weit stärker als im Frühjahr und Sommer den Tagesablauf.

Kosten für WoMo, Mietwagen und Flüge

Die Miete für die drei Wochen Wohnmobil betrug 460 €, ein echtes Schnäppchen. Dies beinhaltete 2500 Freimeilen sowie alle Nebenkosten wie Kits, Bereitstellung und One-Way-Fee. Bezahlen mussten wir lediglich noch 260 Dollar für 581 zusätzliche Meilen.

Das Auto in Nashville haben wir bei Hertz gebucht, 45 € für einen Tag. Den Wagen für die zwei Wochen in Florida haben wir für 412 € über Holiday Autos bei Alamao gebucht.

Teuer war der Transatlantikflug Frankfurt - Houston - Las Vegas und Fort Myers - Newark - Frankfurt. 925 € pro Person. Dazu kam noch der Inlandsflug von Nashville über Atlanta nach Fort Myers für 169 $ pro Person.

Das Wohnmobil

Ein E23 von Moturis, 57.000 Meilen auf dem Tacho. Technisch in Ordnung, aber das Alter hat Spuren hinterlassen. Vieles klappert, quietscht und scheppert. Ein Schnäppchen eben.

Die Abholung am Hotel, Übergabe und Rückgabe des Wohnmobils verlaufen problemlos.

 

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